„Schnüffler, Sex und schöne Frauen“
Eine Detektivkomödie aus der Welt des „Film noir“ von Tony Dunham (deutsche Fassung von Jan Bergrath)
Regie: Johannes Soppa
„Nur die Toten kennen die Wahrheit. Aber sie verraten sie nicht!“
Das Stück „Schnüffler, Sex und schöne Frauen“ nimmt die Zuschauer mit in die Welt des kaltschnäuzigen Privatdetektivs Phil Dick, der sich auf Spurensuche begibt. Ganz im Stil der Kultfiguren des „Film noir“ hat er ein Faible fürs Philosophieren und den Tick, Frauen „Kleines“ zu nennen. Sein Vorname erinnert an den legendären, von Humphrey Bogart gespielten Schnüffler Philip Marlowe.
Natürlich trinkt und raucht er viel und zeigt sich auch sonst wenig zimperlich. Und natürlich blickt er nie ganz durch. Wie denn auch, wo sein Denken fest im Griff seiner Hormone ist, vor allem, wenn im richtigen Moment eine mysteriöse, unglaublich verlogene, schöne Frau sein Büro betritt …
Natürlich sind auch ein brutaler Cop, ein stinkreicher Geschäftsmann und ein Dicker mit von der Partie, wenn es gilt, sich gegenseitig zu bedrohen, zu beleidigen und zu verdächtigen.
Aber die Suche nach dem Täter ist Nebensache. Viel wichtiger ist, wie Phil Dick die Welt betrachtet: Sehr nüchtern und immer ohne Umschweife direkt zur Sache, aber mit Verständnis für Menschen und ihre Schicksale. Er rächt nicht, er stellt fest. Er bringt vielleicht etwas Ordnung in diese Welt, aber nur um den Preis, selbst das Opfer dieser Welt zu sein.
Mit “Schnüffler, Sex und schöne Frauen” liefert der englische Erfolgsautor Tony Dunham eine köstlich überdrehte Hommage an den “Film noir” ab und lässt kaum ein Klischee aus der Welt der Privatdetektive aus. Das ist nicht nur höchst amüsant und lädt zum Schmunzeln und Lachen ein. Da ist auch viel Platz für feingeschliffene Dialoge, hemmungslose Lügen und jede Menge Verschlagenheit.
„Ein Rat: Wenn Sie jemand ins Leichenschauhaus einlädt, gehen Sie nicht. Es verdirbt Ihnen das Mittagessen.“
